Garten

Der Traum vom weißen Garten

Meine Lieben, habe ich euch schon mal erzählt, dass ich eigentlich einen weißen Garten haben wollte? Einen Traum in Weiß wie Sissinghurst. Gut, von ein paar Altbeständen, wie der pinkfarbigen Pfingstrose oder den rosa Hortensien mal abgesehen. Damals  wusste ich noch nicht viel vom Gärtnern. Ich hatte vor, nur  Pflanzen in meiner Lieblingsfarbe zu kaufen, dann würde ich meinem Ziel schon irgendwann nahe kommen. Doch was, wenn der vermeintlich weiße Agapanthus blaue Blüten bekommt?

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Wenn die neuen Pflanzen mickern und sich stattdessen die andersfarbigen alten oder zufällig eingewanderten bunten viel besser entwickeln? Wenn die weißen Hortensien mangels kalkfreiem Wasser spätestens im zweiten oder dritten Jahr doch wieder rosa werden? Oder mich plötzlich doch eine rosa oder blaue Blüte zum Kauf verführt? Von blauen Blüten heißt es, sie würden den Garten größer wirken lassen. Das ist genau das,was ich brauche. So allmählich verabschiedete ich mich wieder von der weißen Idee.

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Aber immerhin gelang es mir, das Farbspektrum auf  Weiß-, Rosa- und Blautöne zu beschränken.

Zwiebelblume Alpina

 Links schweben über dem Storchschnabel die Sternchen der Brodiae, rechts spielen abgefallene Phloxblütchen mit einer Knospe der Clematis „Fascination“.

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Immerhin mit Weiß: die Surfinien auf der Terrasse.

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Die Duftnessel, Agastache, blüht den ganzen Sommer über in einem zarten Lila.

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Zwischen Phlox und Fetthenne eine Spinnenblume, Cleome. An ihr vergreift sich keine Schnecke, ein echter Pluspunkt.

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Hier seht ihr eine Astilbe vor dem Laub der Cimicifuga „Atropurpurea“.

Taglilie

Taglilien gibt es in endlos vielen Farben, aber ein Reinweiß ist nicht dabei.

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Fuchsien

Farbklecks Fuchsie: ein Findelkind.

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Die Funkie nach der Dusche.

Vielleicht klappt es ja wenigstens im Vorgarten mit meinem alten Traum?

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Küchenfenster

rose

Einen leichten Hauch von Rosa hat sie schon, die New Dawn.

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Na gut, dann ist auch diese Wicke erlaubt. Hinter Annabelle und der Sterndolde wächst sie am Zaun hoch.

Annabelle

Astra major

So schwierig ist es, konsequent zu sein. Aber ehrlich: ein ganzer Garten in nur einer Farbe, das könnte doch auch langweilig werden, oder?

Elke Heidenreich beschreibt übrigens ihren Versuch eines weiß-blauen Gartens sehr unterhaltsam hier.

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2 Kommentare zu “Der Traum vom weißen Garten

  1. Wie schön … Ja, die englischen Gärten verführen einen gern mal zu Ideen, die aber oft nur schwer in die Realität umzusetzen sind. Ein weißer Garten sähe bestimmt toll aus, aber eben doch auch unnatürlich, meine ich. EIn bisschen Farbe muss schon sein. Mir gefällt Dein Garten, das macht alles einen professionellen Eindruck. 🙂

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  2. Stimmt, liebe Doris, das könnte tatsächlich unnatürlich wirken. Auf die Idee war ich noch gar nicht gekommen. Danke, aber professionell ist mein Garten sicher nicht, eher ein Ergebnis von Versuch und Irrtum :-).

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