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Schneckenkönig

Ihr Lieben, hat eigentlich mal jemand nachgezählt, wieviele Blogbeiträge sich in diesen Wochen mit dem Thema Schnecken befassen? Es sind auf jeden Fall ziemlich viele. Tatsächlich macht uns die Invasion der Schleimer heuer mächtig zu schaffen und viele von uns, die wir unser Gärtlein hegen und pflegen, verzagen beim Anblick ihrer rotbraun bevölkerten Salatköpfe oder der über Nacht spurlos verschwundenen Lieblingsblumen. Über die verschiedenen Möglichkeiten, der Plage Herr zu werden, wird derzeit viel diskutiert. Mit Gartenbesitzern ist es gerade so, wie mit Hundehaltern: man trifft sich und hat sofort ein gemeinsames Thema. Welch grausame Methoden der Bekämpfung mir so manches Mal zu Ohren kommen – damit werde ich euch lieber verschonen. Das Streuen der kleinen, blauen Ferramol-Körnchen scheint mit jedenfalls noch die nettere Variante zu sein. Manch andere Zeitgenossen sind sich sicher, daß man sich durch das Töten von Schnecken ein schlechtes Karma einhandelt. Naja, das bekomme ich sicher auch beim Anblick meiner wehrlos zerfressenen Blümchen. Mitunter wird übrigens ein homöopathisches Mittel empfohlen, das die Glitscher nur vertreiben, nicht aber umbringen soll. Gut fürs Seelenheil, aber vermutlich schlecht für die nachbarschaftlichen Beziehungen. Soviel zu den bad guys.
Wie in jeder Familie gibt es auch bei den Schnecken neben den Bösen die Guten. Ich rede von den Weinbergschnecken. Das „gut“ ist hier tatsächlich zweideutig zu verstehen. Zum einen sind sie so anständig und fressen uns nur den welken, alten Müll weg und zum anderen sollen sie, mit etwas Knoblauch, eine Delikatesse sein. Ich will das ganz sicher nicht ausprobieren! Aber das, was am Ende übrigbleibt – die Häuschen – die sammle ich gerne. Meine eigene Sammlung habe ich jetzt mit Gekauftem ergänzt. Bei DEPOT gab es Tüten mit Strandgut oder sowas ähnlichem.

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Zudem habe ich viele kleine Kindchen von Hauswurzen, die sonst in den Müll gewandert wären, eingesammelt

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und hatte somit genügend Material für meine Schneckenspirale.

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Dafür habe ich eine flache Schale mit einem Erde-Sand-Gemisch gefüllt und angehäuft

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 und von oben, von der Mitte aus beginnend Hauswurz und Schneckenhäuser spiralig in die Erde gedrückt.

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Ich hoffe, das die grünen Krümelchen bald wurzeln, solange werde ich sie feucht halten.

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Ach ja, was hat es denn mit dem Schneckenkönig auf sich?  Normalerweise ist das Schneckengehäuse rechtsgängig, d. h., die Öffnung liegt im Uhrzeigersinn. Ganz, ganz selten kommt es vor – bei einem von 20.000 – dass der Ausgang spiegelverkehrt, also linksgängig ist. Diese umgekehrten Exemplare nennt man Schneckenkönig. Natürlich habe ich meine Häuschen alle kontrolliert.

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Alles normal. Aber die Spirale – die ist königlich!

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2 Kommentare zu “Schneckenkönig

  1. Deine Schneckenspirale sieht aber schön aus, sehr dekorativ.
    Ja, die Nacktschnecken sind eine Plage. Seitdem meine Versuche, sie in Bier zu ertränken, eher eine Invasion nach sich zogen, beende ich ihr Leben kurz und schmerzlos mit einer Gartenschere, indem ich sie mittendurch schneide.
    Vorher haben sie Gelegenheit, ihre Kumpel und Kumpelinen zu warnen, sich ein anderes Revier zu suchen.

    Liebe Grüße und einen schönen Abend,
    Anna-Lena

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